Es muss nicht immer sein wie in Goethes Faust, dass jemand, der „ach, Philosophie, Juristerei und Medizin – und leider auch Theologie“ studiert hat mit „heißem Bemüh’n“ dann am Ende doch dasteht wie ein „armer Tor“. Und dann feststellt: „Und bin so klug als wie zuvor!“ Vielleicht erkennt der- und diejenige, der/die sich mit den Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu befassen, aber auch, dass der bisherige Lebensweg sich wunderbar gefügt hat – im Vertrauen auf Gottes Beistand und Wegbegleitung, manchmal auch in menschlichen Begleiterinnen und Begleitern. Wer den akademischen Abschluss in der Tasche hat, erkennt vielleicht erst dann, dass er gerade anfängt, Theologin oder Theologe zu werden. Es sind die Grundfragen des Lebens, die in diesem Studium zusammenkommen; es sind die Grunddisziplinen der Wissenschaft: von den philosophischen Gedanken der Menschheit, von den Rechtsfragen im Kirchenrecht über die historischen Zusammenhänge in der Kirchengeschichte und systematischen Fragen der Dogmatik und der Fundamentaltheologie bis hin zum praktischen und wissenschaftlich fundierten Arbeiten in der Pastoral.









