Am 25. Oktober 1970 wurden im Bistum Trier die ersten Ständigen Diakone geweiht, nachdem das Zweite Vatikanische Konzil einige Jahre zuvor beschlossen hatte, eine alte Tradition aus den Anfängen der Kirche wieder aufleben zu lassen: „Vir probati“ – Männer, die sich in Ehe und Beruf bewährt haben – zum Diakon zu weihen.
Diakon – wörtlich aus dem Griechischen übersetzt – heißt: Diener. Diakone stehen im Dienst am Nächsten. Sie sollten ursprünglich den Aposteln bei der Versorgung von Witwen und Waisen helfen, beim Dienst an den Tischen, d. h. der Versorgung mit Lebensmitteln, und beim Bestatten von Toten. Diakone sollten die am Rande Stehenden genauso in den Blick nehmen wie die Kerngemeinde…
Die Didache (Zwölf-Apostel-Lehre), eine frühchristliche Schrift aus dem vierten Jahrhundert, bringt es auf den Punkt: Sie beschreibt den Diakon als „Auge des Bischofs“, der aufmerksam auf Missstände in der Gemeinde achtet, diese wahrnimmt und abzustellen versucht.



