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„Mein Gottesdienst findet bei den Menschen statt!“

Frage einen Menschen, wozu Kirche da ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Antwort „Gottesdienst“ enthalten, vermutlich auch „Pastor“ und vielleicht „Religionsunterricht“. Es lohnt sich, einmal bei Jesus nachzuschauen, was ihm wichtig war: Von Gott zu erzählen, der unter den Menschen leben will und ein Reich aufbaut, in dem Nächstenliebe und Gerechtigkeit herrschen sollen.

Die Kirche ist die Organisation, die durch die Zeiten hindurch bis heute Jesus in diesem Plan unterstützen will. Dazu ist Kirche vor allen Dingen da. Kirche sind alle, die getauft sind und sich an Jesus Christus und seiner Botschaft orientieren wollen.

In meiner Heimatgemeinde habe ich mich in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert. So ist der Wunsch gewachsen, diese Inhalte zu meinem Beruf zu machen.

Rüdiger Glaub-Engelskirchen, Gemeindereferent

Ein Mann mit blondem Haar und Bart schaut lächelnd in die Kamera.

Einzelne, Gruppen und Initiativen zu stärken, damit sie ihr Engagement gut gestalten können. Je mehr Initiativen es gibt, umso mehr kann die Idee vom Reich Gottes wachsen.

Am Reich Gottes bauen – das gibt es auch als Beruf!

Zum Beispiel als Gemeindereferentin oder Gemeindereferent, ein sogenannter Seelsorgeberuf. Was man da so arbeitet? Das lässt sich gar nicht so einfach in einem Satz ausdrücken. Vielleicht so: Als Gemeindereferentin und Gemeindereferent unterstütze ich Menschen dabei, ihr Leben zuversichtlich zu gestalten. Zuversicht ist die Gewissheit, dass es Grund zur Hoffnung gibt. Als Christ*innen sagen wir auch Gottvertrauen. Diese Aufgabe ist so vielfältig wie das Leben selbst.

Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten finden ihre Arbeit überall dort, wo Menschen unterwegs sind: 

  • mit Jugendlichen in Freizeitmaßnahmen, in der Firmvorbereitung oder in der Messdiener*innenarbeit
  • mit Kindern und Familien in der Erstkommunionvorbereitung, in der Ferienfreizeit oder in Gottesdienstkreisen
  • mit Menschen aller Generationen zu konkreten Lebensthemen wie Älter werden, Krankheit, Tod und Trauer
  • oder zu gesellschaftlichen Problemen wie Armut, Flucht und Migration, Sucht, Inklusion
  • sowie im katholischen Religionsunterricht in Grundschule und Sekundarstufe I
  • und selbstverständlich gehört auch die unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Glauben dazu, sei es in Bibelgesprächen, in der Katechese oder auch im Religionsunterricht

Tatsächlich gilt für Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten: „Mein Gottesdienst findet bei den Menschen statt!“
Eine zentrale Aufgabe für die hauptberuflich eingesetzten Seelsorgerinnen und Seelsorger ist es, Menschen zu unterstützen, die selbst aktiv werden wollen:

Einzelne, Gruppen und Initiativen zu stärken, damit sie ihr Engagement gut gestalten können. Je mehr Initiativen es gibt, umso mehr kann die Idee vom Reich Gottes wachsen.

Kontakt und weitere Informationen

Matthias Beer

Ausbildungsleiter der Pastoralreferent*innen und Gemeindereferent*innen
Bischöfliches Generalvikariat Trier
Sichelstraße 10
54290 Trier